Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft e.V.

Dmitri Schostakowitsch, 12. September 1906   9. August 1975


Willkommen auf unserer Webseite!

Die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft beschäftigt sich mit der Pflege und Verbreitung des künstlerischen Werkes von Dmitri Schostakowitsch.

Hier finden Sie Informationen über den Komponisten und seine Musik, sowie über die Gesellschaft und ihre Aktivitäten, und Sie können auch Ihre Fragen stellen und Meinungen äußern. Bei uns finden Sie Musikspezialisten und viele Freunde, die die Zuneigung zu Schostakowitsch und seiner Musikwelt zusammengeführt hat. 

  • Wenn Sie auch Schostakowitsch und seine Musik lieben, werden Sie Mitglied! Wir freuen uns auf Sie! Sprechen Sie uns an: Info@Schostakowitsch.de. Weitere Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie hier


News 


Kostenloser Download unserer Schostakowitsch-Studien

Die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft stellt ab sofort die nicht mehr im Buchhandel erhältlichen Bände ihrer Schostakowitsch-Studien zum kostenlosen Download bereit. Die Bände enthalten im Wesentlichen Vorträge, die seit 1992 im Rahmen unserer Musikwissenschaftlichen Symposien von renommierten Musikwissenschaftlern und Musikwissenschaftlerinnen gehalten wurden und stellen einen überaus wertvollen Beitrag zur internationalen Schostakowitsch-Forschung dar. Sie sind zwischen 1998 und 2014 im nicht mehr existierenden Verlag Ernst Kuhn, Berlin erschienen. Durch Anklicken des Titelbildes startet der Download des jeweiligen Bandes. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Übersichtsseite.   


Band 1


Band 2


Band 3


Band 4


Band 5


Band 6


Band 8


Band 9


Band 10


Band 11



Die Schostakowitsch Tage Gohrisch finden diesmal in Dresden-Hellerau statt

Die gute Nachricht vorweg: Die Schostakowitsch Tage Gohrisch finden auch im Corona-Jahr 2021 statt, und zwar nicht nur online oder via TV-Übertragung, sondern wieder vor richtigem Publikum. Die weniger gute: Das diesjährige Festival kann pandemiebedingt nicht in der Konzertscheune Gohrisch stattfinden, sondern muss in das Europäische Zentrum der Künste in Dresden-Hellerau verlegt werden. Außerdem gehen wegen der begrenzten Kapazität im Festspielhaus Hellerau (maximal 120 Plätze) nur wenige Restkarten in den freien Verkauf. Wer dabei sein möchte, sollte sich also sputen: Der Vorverkauf beginnt am 10. Juni 2021; das Festival findet – wie geplant – vom 24. bis 27. Juni statt.

Gidon Kremer. Foto: (c) Angie Kremer

Die Schar der Solisten und Ensembles, die für das Festival 2021 gewonnen werden konnten, ist erneut prominent besetzt. Die Geiger Gidon Kremer und Dmitry Sitkovetsky werden ebenso erwartet wie die Pianisten Yulianna Avdeeva und Dmitry Masleev, die Quartettformationen Quatuor Danel und das Borodin Quartet sowie kapelle21 unter der Leitung von Petr Popelka.

Auf dem Programm stehen unter anderem von Dmitri Schostakowisch die Streichquartette 1, 2, 5, 11 und 12, die sechs Romanzen nach Gedichten von Alexander Blok, zehn neuentdeckte Klavierstücke des jungen Komponisten, die im vergangenen Jahr per Live-Stream uraufgeführt wurden, eine frühe Beethoven-Bearbeitung für Streichorchester, sowie eine Auswahl aus den 27 Romanzen und Lieder von Rossini, Beethoven, Bizet, Mussorgsky, Rimsky-Korsakow u.a., die Schostakowitsch 1941 für Soldatenkonzerte bearbeitet und arrangiert hatte. Von Schostakowitschs langjährigem Komponistenfreund Mieczysław Weinberg erklingen zudem dessen 2. Symphonie und sein Klavierquintett op. 18.

Ausführliche Informationen zum Programm und zum Vorverkauf finden Sie auf der Webseite des Veranstalters Schostakowitsch Tage Gohrisch e.V. 

Die Programmbroschüre als pdf-Download   


The Nose or the Conspiracy of Mavericks

Im Jahr 2020 hat der russische Animations- und Dokumentarfilmer Andrei Khrzhanovsky nach einem mehr als vier Jahrzehnte andauernden Schaffensprozess seinen Animationsfilm „Die Nase oder die Verschwörung der Außenseiter“ (The Nose or the Conspiracy of Mavericks) vollendet. In seiner Adaption der Gogol-Novelle „Die Nase“ und der gleichnamigen Oper Dmitri Schostakowitschs aus dem Jahr 1929 reflektiert Khrzhanovsky die Unterdrückung von Künstlern, Schriftstellern und Wissenschaftlern in der Sowjetunion unter dem Terrorregime Stalins, würdigt die großen Innovationen, die gerade von verfolgten Außenseitern wie Meyerhold oder Schostakowitsch ausgingen und verdichtet sie zu einer Hommage an die sowjetischen Künstler. Der zwischenzeitlich bereits vielfach ausgezeichnete Film kam im März 2021 in die russischen Kinos und kann über die Webseite files.fm heruntergeladen werden:

Einen kurzen Ausschnitt des Films sehen Sie hier: 




Klaviersonaten von Dmitri Schostakowitsch und Karol Rathaus

In einem denkwürdigen Konzert im Rahmenprogramm des 19. Musikwissenschaftlichen Symposiums der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft stellte der in Berlin lebende Pianist Vladimir Stoupel am 13. September 2019 in der Mendelssohn-Remise in Berlin Klavierwerke Dmitri Schostakowitschs und des polnischen Komponisten Karol Rathaus gegenüber. Mitte September bringt der in Russland geborene Pianist in Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Rundfunk Köln jetzt eine Doppel-CD heraus, die erneut gewichtige Klavierkompositionen der beiden Komponisten vereinigt: von Dmitri Schostakowitsch die beiden Klaviersonaten Nr.1, op 12 und Nr. 2, op 62. und von Karol Rathaus die Klaviersonaten Nr. 1, po 2 und Nr. 3, op. 20. Eine überaus reizvolle Gegenüberstellung und Neu-, bzw. Wiederentdeckung. Vladimir Stoupel schreibt im Booklett der Doppel-CD:

„Obwohl Karol Rathaus (1895-1954) und der elf Jahre jüngere Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) Zeitgenossen waren, könnten ihre Lebensläufe unterschiedlicher nicht sein. Beide stehen allerdings exemplarisch für das von Katastrophen, Vernichtung und Verfolgung geprägte 20. Jahrhundert, was eine Gegenüberstellung ihres Schaffens folgerichtig erscheinen lässt. Geboren in Tarnopol (damals Österreich-Ungarn) in einer polnisch-jüdischen Familie, beginnt Karol Rathaus schön früh zu komponieren. An der Akademie für Darstellende Kunst und Musik Wien nimmt er 1913 sein Studium auf, das jäh durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen wird: Vier Jahre lang muss er in der österreichischen Armee dienen. Als einer der Lieblingsschüler Franz Schrekers folgt er seinem Lehrer nach Berlin an die Hochschule für Musik, wo er mit seiner Ersten Sonate für Klavier c-Moll op. 2 (1920) glänzend die Aufnahmeprüfung besteht. Die Universal-Edition Wien veröffentlicht die Sonate und nimmt den jungen Komponisten gleich für 10 Jahre unter Vertrag. Damit beginnt der geradezu kometenhafte Aufstieg von Karol Rathaus, der von bedeutenden deutschen Musikkritikern als „die größte Hoffnung der Neuen Musik“ (Walter Schrenk) gefeiert wird. Im Dezember 1926 präsentiert der gerade 20-jährige Dmitri Schostakowitsch dem Leningrader Publikum seine 1. Klaviersonate op. 12. Manche Parallelen zu der 3. Sonate von Rathaus sind erstaunlich: starke, treibende Motorik, schnelle Stimmungswechsel, komplexer und extrem virtuoser Klaviersatz, Freitonalität, wilde Großstadt-Stimmung. Dazu kommen die Cluster und das Element der Groteske.“

 

Schostakowitsch und die beiden Avantgarden des 20. Jahrhunderts

Zweimal bekam Dmitri Schostakowitsch die Peitsche Stalins zu spüren, zweimal wurde ihm die Anwendung avantgardistischer Kompositionsmethoden und der Kontakt mit westlichen Komponisten verboten. „Formalismus“ und „Kosmopolitismus“ lautete 1936 und 1948 der Vorwurf gegen die sowjetischen Künstler. Wie Schostakowitsch darauf reagierte, mit Anpassung oder mit innerer Emigration, war lange umstritten. Die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft hat in bisher 19 Symposien der Erforschung der Musik von Dmitri Schostakowitsch gewidmet.

Im neu erschienenen Band 12 sind die Forschungsergebnisse der beiden Symposien gesammelt, die 2015 und 2017 in Berlin stattfanden und sich mit den vielfältigen Bezügen zwischen Schostakowitsch und den avantgardistischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts beschäftigen. Unter der Lupe geben die Kompositionen oft erstaunliche Geheimnisse preis.

Vladimir Gurewitsch analysiert die atonalen und dodekaphonen Elemente in der Ersten Klaviersonate und deren Nähe zu Hindemith. Adelina Yefimenko findet Parallelen zwischen den ersten Sinfonien von Schostakowitsch und des Ukrainers Boris Ljatoschinski. Gottfried Eberle zeigt den biographischen roten Faden in den „Aphorismen“ samt deren Nähe zur Todesahnung des letzten Streichquartetts. Gerhard Müller erzählt von der Verbindung der Vierten Sinfonie mit der Ermordung von Maxim Gorki. 

Bernd Feuchtner verfolgt die Entwicklung der Tanztypen von der Ironie zum Sarkasmus. Olga Dombrowskaja berichtet von dem seltsamen Fall der Lieferung absichtlich „dekadenter Avantgardemusik“ für einen Film. Brigitte Kruse untersucht das Missverständnis der Darmstädter Schule gegenüber Schostakowitsch. Johannes Schild analysiert die Verwendung von Zwölftonmusik im Früh- und im Spätwerk: Schostakowitschs Zwölftonfelder sind etwas anderes als Weberns Zwölftonreihen. Elisabeth Wilson geht Schostakowitschs Beziehung zu den italienischen Avantgardisten Maderna und Nono nach. Manuel Gervink schlägt eine Brücke von Wolfgang Rihm zu Schostakowitsch. Und vieles andere.

Schostakowitsch und die beiden Avantgarden des 20. Jahrhunderts;  Schostakowitsch-Studien, Bd. 12; herausgegeben von der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft; 248 S., 32 Euro, ISBN:  978-3-95593-105-6. Erhältlich im Buchhandel oder beim Verlag

Info: Eine Übersicht über sämtliche in der Reihe "Schostakowitsch-Studien" erschienenen Bände mit den jeweiligen Inhaltsverzeichnissen finden Sie hier:


Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft intensiviert Mitgliederwerbung

 Im neuen Design präsentiert sich jetzt auch der Flyer der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft. Nach der Umgestaltung unserer Webseite, unseres Facebook-Auftritts sowie unseres Vereinssignets, wurden nun auch unsere Werbe- und Informationsmaterialien optisch aufgefrischt und inhaltlich überarbeitet. Mit Hilfe des neuen Flyers wollen wir verstärkt auf die Arbeit unserer Gesellschaft aufmerksam machen und unsere Bemühungen, neue Mitglieder und Sponsoren zu gewinnen, intensivieren.


Der Flyer enthält Informationen über Ziele und Geschichte unserer Gesellschaft, über den Vorstand und die Mitgliedschaft, über Leben und Werk von Dmitri Schostakowitsch, sowie eine Postkarte, mit der Sie die Aufnahme in unsere Gesellschaft beantragen können.

Unseren Flyer im pdf-Format zum Ausdrucken finden Sie hier  



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