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Willkommen auf unserer Webseite!

Die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft beschäftigt sich mit der Pflege und Verbreitung des künstlerischen Werkes von Dmitri Schostakowitsch.

Hier finden Sie Informationen über den Komponisten und seine Musik, sowie über die Gesellschaft und ihre Aktivitäten, und Sie können auch Ihre Fragen stellen und Meinungen äußern. Bei uns finden Sie Musikspezialisten und viele Freunde, die die Zuneigung zu Schostakowitsch und seiner Musikwelt zusammengeführt hat. 

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News 


Vier Uraufführungen in Gohrisch

Viele Freunde der Musik Dmitri Schostakowitschs werden sich den Termin schon längst rot im Terminkalender angestrichen haben: Vom 23. bis. 25. Juni 2017 finden die 8. Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch statt. Das weltweit einzige regelmäßig stattfindende Festival, das der Musik des großen russischen Komponisten gewidmet ist, hat sich längst einen festen Platz im internationalen Konzertkalender erobert und lockt alljährlich zahlreiche Schostakowitsch-Fans aus aller Welt in die Sächsische Schweiz. Das Festivalprogramm hält in diesem Jahr zahlreiche Neuheiten bereit: Neben den Musikerinnen und Musikern der Sächsischen Staatskapelle Dresden, die natürlich wieder mit von der Partie sind, werden zahlreiche Gäste ihr Debüt in Gohrisch geben – darunter so namhafte Künstler wie der Dirigent Thomas Sanderling, die Geiger Dmitri Sitkovetsky und Linus Roth, die Pianisten Alexander Melnikov und Elisaveta Blumina oder das Raschèr Saxophone Quartet. Auch musikalisch gibt es Neues zu entdecken: Neben Dmitri Schostakowitsch stehen die Komponisten Mieczysław Weinberg und Sofia Gubaidulina im Fokus – und das Programm hält vier Uraufführungen bereit, darunter eine von Schostakowitsch! Das genaue Programm wird im Februar bekannt gegeben. 

Neu ist das Sonderkonzert der Sächsischen Staatskapelle in der Semperoper, am 22. Juni 2017, dem Vorabend des Festivals. Hierbei wird Dirigentenlegende Gennady Rozhdestvensky, der Preisträger des Gohrischer Schostakowitsch-Preises 2016, die erste und die 15. Symphonie Dmitri Schostakowitschs dirigieren. Damit hält erstmals auch die großbesetzte Symphonik Schostakowitschs Einzug in das Festivalprogramm. 

Bis zum 31. Januar 2017 haben Interessenten die Möglichkeit, Festivalpässe in der Kategorie A zum verbilligten Vorverkaufspreis von 185 Euro, bzw. 235 Euro (ohne, bzw. mit Sonderkonzert in der Semperoper) zu kaufen. Die Pässe werden nach der Vorstellung des Programms deutlich teurer sein. Weitere Informationen finden Sie unter


Dmitri Schostakowitsch beim Bach-Fest in Leipzig (1950). Foto: Wikipedia/ Deutsche Fotothek

Versteckte Botschaften in Schostakowitschs Musik

Zwischen Dmitri Schostakowitschs 9. und 10. Sinfonie liegen Welten. Heiter-ironisch, wie ein „musikalischer Spaß“ kommt die eine daher, düster-melancholisch, grüblerisch die andere. In den acht Jahren, die zwischen der Entstehung dieser beiden, auf den ersten Blick so ungleichen Musikwerke vergingen, war viel geschehen: die Erleichterung der Menschen in der Sowjetunion über den unter ungeheuren Opfern errungenen Sieg über Hitlerdeutschland und den Faschismus war tiefer Ernüchterung gewichen, Stalins Terrorregime hatte erneut die Daumenschrauben angezogen. Über Europa, diesen durch zwei schreckliche Kriege, verbrecherische Diktaturen und wirtschaftliche Krisen so vollständig ruinierten Kontinent, hatte sich der Eiserne Vorhang gesenkt und ihn in zwei scheinbar unverrückbare Blöcke zerschnitten, die einander zunehmend feindlich gegenüberstanden. Wie kaum ein anderer Komponist reflektierte Schostakowitsch in seiner Musik die geschichtlichen Ereignisse und Entwicklungen seiner Zeit. In zwei bemerkenswerten Beiträgen für die Neue Zürcher Zeitung und BR-Klassik haben sich der Schweizer Musikwissenschaftler Jakob Knaus und der lettische Dirigent Andris Nelsons mit der 9., beziehungsweise der 10. Sinfonie Dmitri Schostakowitschs auseinandergesetzt. Während Knaus in seiner akribischen Analyse der Neunten eine sehr spezielle und überaus mutige „Widmung“ an Stalin entdeckt - in der sich der „Weiseste der Weisen“ als Esel entpuppt, reflektiert Nelsons die Zehnte im Spiegel seiner eigenen Geschichte und der seiner Familie. Und kommt zu dem Schluss: „Schostakowitsch war ein genialer Komponist, deshalb kann man seine Musik auch ohne ihre zeitgebundene Bedeutung verstehen. Zugleich kann man sie auch auf die politische Gegenwart beziehen. Wenn man das heute spielt, denkt man: Mein Gott, wie viele Parallelen gibt es zu dem, was wir erleben!“

Die vollständigen Beiträge finden Sie hier:

Andris Nelsons über Schostakowitschs Zehnte:

Jakob Knaus über das Geheimnis von Schostakowitschs 9. Sinfonie:


Schostakowitsch-Schwerpunkt in Salzburg 

Mit einem Schostakowitsch-Schwerpunkt wartet das Programm der Salzburger Festspiele 2017 auf, das Markus Hinterhäuser, der neuer Intendant des weltweit bedeutendsten Festivals der klassischen Musik und darstellenden Kunst, unlängst vorstellte. Im Mittelpunkt steht dabei eine Neuproduktion von Dmitri Schostakowitschs großer, schicksalsträchtiger Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ in der Inszenierung von Andreas Kriegenburg mit Nina Stemme in der Titelrolle. Mariss Jansons dirigiert die Wiener Philharmoniker. Flankierend zur Oper steht im Konzertprogramm der Schwerpunkt „Zeit mit Schostakowitsch“ mit zahlreichen, exemplarischen Werken aus dem symphonischen und kammermusikalischen Schaffen des großen russischen Komponisten. So führen die Wiener Philharmoniker unter Andris Nelsons die Symphonie Nr. 7 C-Dur (Leningrader), die Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle die Symphonien Nr. 1 f-Moll und 15 A-Dur und das West-Eastern Divan Orchestra unter Daniel Barenboim das Konzert für Klavier, Trompeter und Streichorchester c-Moll auf (Solisten: Martha Argerich und Bassam Mussad). Bei den Kammermusikkonzerten stich vor allem die Aufführung der 24 Präludien und Fugen op. 87 durch Igor Levit hervor. Daneben geraten die Streichquartette Nr. 8 und Nr. 15 (Hagen Quartett), die Violinsonate (Christian Tetzlaff und Leif Ove Andsnes), die Stücke „Dante“, „Tod“ und „Nacht“ aus der Suite auf Verse von Michelangelo op. 145 (Matthias Goerne, Daniil Trifonov), sowie die Bearbeitung der Symphonie Nr. 15 für Kammermusikensemble zur Aufführung. Die Salzburger Festspiele 2017 finden vom 21. Juli bis 30. August 2017 statt. 

Zur Homepage der Salzburger Festspiele  

Der Schostakowitsch-Schwerpunkt mit allen Terminen als pdf-Download       


Ein einziger Leidensschrei

Im Mai 2015 brillierte Frank Peter Zimmermann gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern unter Mariss Jansons mit Dmitri Schostakowitschs Violinkonzert Nr. 2 cis-Moll op. 129. Das Konzert wurde live in zahlreichen Kinos übertragen. Nun legt der gefeierte deutsche Violinist eine Neueinspielung beider Violinkonzerte Dmitri Schostakowitschs nach - diesmal zusammen mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Alan Gilbert. Guido Fischer lobt die „tolle, bewegende Aufnahme“ in einer Rezension für das Rondomagazin. Die großartige Kadenz im dritten Satz des Violinkonzerts Nr. 1 a-Moll, op. 77 interpretiere der Solist wie einen einzigen Leidensschrei des Komponisten.   

  


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Termine 


22. bis 25. Juni 2017

VIII. Internationale Schostakowitsch Tage Gohrisch


15./16. September 2017

XVIII. Musikwissenschaftliches Symposium 

Tagungsort: Berlin

Thema: Schostakowitsch und die zweite Avantgarde


Aufführungen von Werken Dmitri Schostakowitschs

Eine ausführliche und ständig aktualisierte Terminliste von Aufführungen der Werke Dmitri Schostakowitschs finden Sie beim Musikverlag Sikorski   



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