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Die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft beschäftigt sich mit der Pflege und Verbreitung des künstlerischen Werkes von Dmitri Schostakowitsch.

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News 

Das Quatuor Danel beim Eröffnungskonzert der 7. Schostakowitsch Tage Gohrisch 2016. Foto ©: Oliver Killig


Große kompositorische Qualität und schöpferische Eigenständigkeit

Mit einem denkwürdigen Konzert wurden am 24. Juni 2016 die siebten internationalen Schostakowitsch Tage in Gohrisch eröffnet. Dass es keineswegs ein verflixtes siebtes Jahr" sein würde, wusste Tobias Niederschlag, der künstlerischer Leiter des Festivals, in seiner Begrüßungsansprache zu berichten. Schon der Vorverkauf habe gezeigt, wie groß das Interesse an den Gohrischer Musiktagen 2016 ist. Und das, obwohl die Festivalmacher in diesem Jahr durchaus ein Wagnis eingegangen sind, indem sie neben Schöpfungen von Schostakowitsch und Beethoven, Werke des einstigen DDR-Vorzeigekomponisten Hanns Eisler zum Programmschwerpunkt des Festivals erkoren. Im Eröffnungskonzert mit dem begeisternd aufspielenden Quatuor Danel hatte es Hanns Eislers Streichquartett op. 75 nicht leicht, musste es sich doch gegenüber zwei ausgewiesenen Schwergewichten der Kammermusikliteratur – Beethovens Streichquartett Nr. 13 B-Dur op. 130 mit Großer Fuge B-Dur op 133 und Schostakowitschs letztem Beitrag zu diesem Genre, dem Streichquartett Nr. 15 es-Moll op. 144  behaupten. Gleichwohl zeigte es sich, dass Eislers einzigem Beitrag zur kammermusikalischen Königsdisziplin große kompositorische Qualität und schöpferischere Eigenständigkeit innewohnt. Höchste Zeit also, sich wieder etwas intensiver mit dem Œu­v­re des Schönberg-Schülers zu beschäftigen. Die Schostakowitsch Tage Gohrisch 2016 boten hierzu ausgiebig Gelegenheit. Einen ausführlichen Bericht über das Festival finden Sie hier    


Humanistische Grundüberzeugung 

Trennendes und Verbindendes: Schostakowitsch und Eisler

Drei Komponisten, die im weitläufigen Sinne – eben auch – politische Künstler waren, standen im Mittelpunkt der 7. Schostakowitsch Tage Gohrisch 2016: Ludwig von Beethoven, Hanns Eisler und Dmitri Schostakowitsch. So groß die ästhetischen, biografischen und rezeptionsgeschichtlichen Unterschiede zwischen den drei Künstlerpersönlichkeiten auch sein mögen, eint sie doch eine zutiefst humanistische Grundüberzeugung, die ihren Werken eingeschrieben ist. Dieser nachzuspüren hatten die Festivalbesucher nicht nur bei den insgesamt sechs annähernd ausverkauften Konzerten Gelegenheit, sondern auch bei einem außergewöhnlich gut besuchten musikwissenschaftlichen Vortrag der renommierten Eisler-Expertin Friederike Wißmann, Professorin an der Universität Bonn, und einer sich anschließenden Podiumsdiskussion, die Tobias Niederschlag, der künstlerische Leiter der Schostakowitsch Tage moderierte. Friederike Wißmann, der polnische Komponist, Schostakowitsch-Biograph und Präsident der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft Krzysztof Meyer, der Publizist und Schostakowitsch-Experte Bernd Feuchter, sowie der Konzertpianist Peter Rösel setzten sich hierbei mit dem Thema „Schostakowitsch und Eisler. Komponieren im Schatten des Eisernen Vorhangs“ auseinander. Mehr:


Andris Nelsons. Foto: dpa

Vordringen in philosophische Tiefen 

Andris Nelsons ist Chefdirigent in Boston und bald auch beim Gewandhausorchester in Leipzig. Mit dem Boston Symphony Orchestra hat er im vergangenen Jahr begonnen, sämtliche 15 Sinfonien Dmitri Schostakowitschs einzuspielen. Im Gespräch mit Patrick Bahners äußert sich der lettische Stardirigent in der Frankfurt Allgemeinen Zeitung über das Mammutprojekt, über sein Schostakowitsch-Verständnis, über dessen, sein Leben verschattendes Verhältnis zu Stalin und über seine eigene Jugend in der Endzeit der Sowjetunion. Ein überaus lesenswertes, erhellendes Interview.


Die Nase am Covent Garden 

Am altehrwürdigen Royal Opera House Covent Garden London hat am 20. Oktober 2016  die Neuinszenierung von Dmitri Schostakowitschs Opernerstling „Die Nase“ nach der Novelle von Nikolai Gogol Premiere. Regie führt der gefeierte australische Opern- und Theaterregisseur und künstlerische Leiter der Komischen Oper Berlin Barrie Kosky, am Pult steht Ingo Metzmacher, dessen Interpretation der Lady Macbeth von Mzensk einst an der Wiener Staatsoper für Furore sorgte. Die Nase wird in London in englischer Sprache gesungen; die Übersetzung besorgte David Pountney. Zur Webseite des Royal Opera House:

 

 


Schostakowitsch-Projekt in Gauting

Die Klassikreihe im Bosco in Gauting bei München eröffnete ihre Spielzeit mit einem kühnen Schostakowitsch-Projekt: Ein Klaviertrio und ein Schlagzeugduo nahmen sich die 15. Sinfonie des großen russischen Komponisten vor. Gespielt wurde die von Schostakowitsch autorisierte Reduktion von Viktor Derevianko – eine Version von Schostakowitschs janusköpfigem sinfonischen Abgesang, die in letzter Zeit schon öfters in den Konzertsälen zu hören war. Natalia Prishepenko (Violine), Sebastian Klinger (Violoncello), Marianna Shirniyan (Klavier), sowie das Eadrum-Duo (Domenico Carlo Melchiorre und Johannes Fischer, Schlagzeug) brachten das anspruchsvolle Werk zu Gehör. Zuvor wurden Franz Schuberts Klaviertrio B-Dur, sowie die Komposition „DmitriRemix“ mit Motiven von Schostakowitsch aus der Feder von Johannes Fischer aufgeführt. Eine Einführung gibt Reinhard Palmer in der Süddeutschen Zeitung: 

Seine Konzertkritik in der Süddeutschen Zeitung finden Sie hier : 

   

Harry Kupfer inszeniert „Lady Macbeth von Mzensk“ in München

Dmitri Schostakowitschs Schicksalsoper „Lady Macbeth von Mzensk“ wird im Spätherbst 2016 an der Bayrischen Staatsoper in München aufgeführt. Regie der Neuproduktion führt mit Harry Kupfer einer der bedeutendsten deutschen Opernregisseure überhaupt. Die musikalische Leitung hat Stardirigent Kirill Petrenko inne, der im Herbst 2019 sein neues Amt als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker antreten wird. Die Titelpartie singt die deutsch-italienische Sopranistin Anja Kampe. Die Premiere am 28. November wird live auf BR-Klassik übertragen. Weitere Aufführungstermine sind am 1., 4., 8. und 11. Dezember, sowie am 22. Juli 2017. Zur Website der Staatsoper: 

Hier der Trailer zur Münchener Lady Macbeth-Inszenierung mit Interviews mit Harry Kupfer und Anja Kampe:

 

 


Ein intensiver Blick auf das Leben von Schostakowitsch 

Im Rahmen seiner Konzertreihe „Happy New Ears“ veranstaltet das Institut für Kulturelle Innovationsforschung am 22. November 2016, ab 20 Uhr, einen Schostakowitsch-Abend im Resonanzraum des Ensembles Resonanz im Bunker, Feldstraße 66, in Hamburg. Gezeigt wird dabei eine absolute Rarität, nämlich der sowjetrussische Dokumentarfilm „Dmitri Sostakovic. Al’tovaja sonata“ aus dem Jahr 1981 (russisch mit deutschen Untertiteln) bei dem Semjon Aranowitsch und Aleksander Sokurow Regie führten und Boris Dobrodejew das Drehbuch schrieb. Der Film gewährt einen intensiven Blick auf das Leben des großen sowjetrussischen Komponisten. Im Anschluss daran erklingt Schostakowitschs letztes Werk, die 1975 erstandene Sonate für Viola und Klavier in C-Dur, op. 147. Die Solisten sind Tim-Erik Winzer (Viola) und Gilead Mishory (Klavier).  

Der Vorverkauf hat begonnen: 


 

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