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Die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft beschäftigt sich mit der Pflege und Verbreitung des künstlerischen Werkes von Dmitri Schostakowitsch.

Hier finden Sie Informationen über den Komponisten und seine Musik, sowie über die Gesellschaft und ihre Aktivitäten, und Sie können auch Ihre Fragen stellen und Meinungen äußern. Bei uns finden Sie Musikspezialisten und viele Freunde, die die Zuneigung zu Schostakowitsch und seiner Musikwelt zusammengeführt hat. 

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News 

Alexander Melnikov spielt die 24 Präludien und Fugen. Foto ©: Matthias Creutziger


Ein hochintensives Musikwochenende 

Fünf Ur- und deutsche Erstaufführungen an einem einzigen, musikalisch hochintensiven Wochenende: Die 8. Internationalen Schostakowitsch Tage in Gohrisch hatten für die nahezu 3000 Besucher aus aller Welt, die am letzten Juni-Wochenende in die Sächsische Schweiz strömten, viel Neues und Interessantes zu bieten. Das Festival rückte in diesem Jahr das Schaffen Sofia Gubaidulinas und Mieczysław Weinbergs ins Zentrum. Doch auch die Freunde der Musik Dmitri Schostakowitschs kamen nicht zu kurz. Einer der Höhepunkte war sicherlich die Uraufführung dreier erst vor zwei Jahren in einem Moskauer Archiv aufgefundener Fragmente aus der 1927/28 entstandenen Oper  „Die Nase“, die seinerzeit von Schostakowitsch nicht in die endgültige Fassung aufgenommen worden waren. Lesen Sie hier unseren ausführlichen Festivalbericht:


Denkwürdig und berührend

Krzysztof Meyer und Gennady Rozhdestvensky im Gespräch in Gohrisch. Foto ©: Matthias Creutziger

Mit einem Sonderkonzert der Staatskapelle Dresden haben am Donnerstag, 22. Juni 2017 in der Semperoper die 8. Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch begonnen. Es war für alle Beteiligten ein ebenso denkwürdiger wie berührender Abend. Maßgeblichen Anteil daran hatte Gennady Rozhdestvensky.  Der mittlerweile 86-jährige Grandseigneur der russischen Dirigentengilde, dem im vergangenen Jahr für seine großen Verdienste um Schostakowitschs Musik der Schostakowitsch Preis Gohrisch verliehen wurde, interpretierte mit dem Dresdner Spitzenorchester die erste und die 15. Symphonie des großen Russen. Ob nun bei der genialischen Ersten mit ihrer ganz eigenen Mischung aus jugendlichem Elan und kompositorischer Frühreife, oder bei der verrätselten Janusköpfigkeit von Schostakowitschs symphonischen Schwanengesang - Rozhdestvensky und der hochkonzentriert aufspielenden Staatskapelle gelangen mustergültige Werkdeutungen, die lange in Erinnerung bleiben werden und vom Publikum mit begeisterten Applaus und Standing Ovations gefeiert wurden. Eine Aufzeichnung des Konzertes wird von MDR Kultur am 4. August 2017 ab 20.05 Uhr gesendet.


Von beklemmender Aktualität

Endlich, ein Jahr nach dem englischen Original, ist Julian Barnes großartiger Schostakowitsch-Roman „Der Lärm der Zeit“ auf Deutsch erschienen. Der britische Erfolgsautor, der im vergangenen Jahr für sein Lebenswerk mit dem begehrten Siegfried-Lenz-Preis ausgezeichnet wurde, setzt sich in seinem neuen Werk ebenso kenntnisreich wie einfühlsam mit dem Leben des großen russischen Komponisten auseinander. 

Die Fragen, die er dabei aufwirft, sind - wie immer, wenn es um Schostakowitsch geht -  existenziell: Wie steht es um moralische Integrität, um persönlichen Mut und menschliche Aufrichtigkeit, um künstlerische Wahrhaftigkeit in einer von staatlicher Repression und um sich greifender Niedertracht vergifteten Wirklichkeit? Tiefdunkle, längst überwundene, gleichsam abgehakte Vergangenheit? Mitnichten! In einer Zeit, in der einmal mehr viele Künstler, Intellektuelle, Journalisten, Andersdenkende von egomanischen Autokraten und nach Macht gierenden Populisten mit beängstigender Aggressivität als „Feinde des Volkes“ denunziert werden, ist Barnes biografischer Künstlerroman von geradezu beklemmender Aktualität. 

Eine ausführliche Besprechung des bemerkenswerten Buches finden Sie hier:

Der Verlag Kiepenheuer & Witsch hat eine Leseprobe ins Netz gestellt:

Das deutschsprachige Feuilleton hat sich bereits ausführlich mit der Neuerscheinung beschäftigt. Eine kleine Auswahl der wichtigsten Beiträge:

Rezension von Martin Halter in der Badischen Zeitung

Rezension von Thomas Steinfeld in der Süddeutschen Zeitung

Rezension von Werner Theurich auf Spiegel Online

Rezension von Marco Frei in der Neuen Zürcher Zeitung

Rezension von Michael Maar auf Zeit online

Interview mit Julian Barnes auf Welt.de

Rezension von Beat Mazenauer auf Literaturkritik.de

Rezension von Wolfgang Schneider in Der Tagesspiegel

Rezension von Martin Oehlen in der Frankfurter Rundschau


Richard Wherlock inszeniert „Tod in Venedig“

Als Glücksfall bezeichnete die Neue Zürcher Zeitung Richard Wherlocks Ballett „Snow White“ mit Musik von Dmitri Schostakowitsch, das in der Saison 2013/14 im Theater Basel  für Furore sorgte. Dass der britische Tänzer und Choreograf, der die Basler Companie seit 2001 leitet, eine besondere Affinität zur Musik des großen Russen hat, zeigt sich auch an einer neuen Choreografie, die er mit seinem Ensemble für die neue Saison vorbereitet: Für „Tod in Venedig“ nach der Künstlernovelle von Thomas Mann hat Wherlock erneut Musik von Schostakowitsch ausgewählt. Dessen Musik reflektiere farbenreich die Vielfalt der Emotionen, die der Protagonist während seiner Reise nach Venedig erlebt, heißt es in der Ankündigung des Theaters Basel.  Das vielfältige kompositorische Werk Schostakowitschs spiegle außerdem auf ganz besondere Weise das 20. Jahrhundert wider und lasse Zeitgeist und Atmosphäre greifbar und fühlbar werden. Dmitri Schostakowitschs Musik gleiche in ihrer breit gefächerten Erscheinung einer Lebenserzählung, einem Lebensdrama aus einer inneren Welt und sei zugleich tänzerisch figurativ und bildhaft plastisch. Premiere ist 13. April 2018. Man darf gespannt sein.

Um die Wartezeit ein wenig zu verkürzen hier ein Trailer der Basler Snow-White-Inszenierung aus der Spielzeit 2013/14. Quelle: Schweizer Kulturfernsehen arttv.ch:




Schostakowitsch-Schwerpunkt in Salzburg 

Mit einem Schostakowitsch-Schwerpunkt wartet das Programm der Salzburger Festspiele 2017 auf, das Markus Hinterhäuser, der neuer Intendant des weltweit bedeutendsten Festivals der klassischen Musik und darstellenden Kunst, unlängst vorstellte. Im Mittelpunkt steht dabei eine Neuproduktion von Dmitri Schostakowitschs großer, schicksalsträchtiger Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ in der Inszenierung von Andreas Kriegenburg mit Nina Stemme in der Titelrolle. Mariss Jansons dirigiert die Wiener Philharmoniker. 

Flankierend zur Oper steht im Konzertprogramm der Schwerpunkt „Zeit mit Schostakowitsch“ mit zahlreichen, exemplarischen Werken aus dem symphonischen und kammermusikalischen Schaffen des großen russischen Komponisten. So führen die Wiener Philharmoniker unter Andris Nelsons die Symphonie Nr. 7 C-Dur (Leningrader), die Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle die Symphonien Nr. 1 f-Moll und 15 A-Dur und das West-Eastern Divan Orchestra unter Daniel Barenboim das Konzert für Klavier, Trompeter und Streichorchester c-Moll auf (Solisten: Martha Argerich und Bassam Mussad). Bei den Kammermusikkonzerten sticht vor allem die Aufführung der 24 Präludien und Fugen op. 87 durch Igor Levit hervor. Daneben geraten die Streichquartette Nr. 8 und Nr. 15 (Hagen Quartett), die Violinsonate (Christian Tetzlaff und Leif Ove Andsnes), die Stücke „Dante“, „Tod“ und „Nacht“ aus der Suite auf Verse von Michelangelo op. 145 (Matthias Goerne, Daniil Trifonov), sowie die Bearbeitung der Symphonie Nr. 15 für Kammermusikensemble zur Aufführung. Die Salzburger Festspiele 2017 finden vom 21. Juli bis 30. August 2017 statt. 

Zur Homepage der Salzburger Festspiele  

Der Schostakowitsch-Schwerpunkt mit allen Terminen als pdf-Download

Im Gespräch mit Walter Weldringer für „Die Presse“ berichtet Dirigent Mariss Jansons unter anderem über seine persönlichen Erinnerungen an Dmitri Schostakowitsch und über sein Dirigat von Schostakowitschs Schicksalsoper „Lady Macbeth von Mzensk“.



zu unserem News-Archiv  

2017    2016     2015

 2010 - 2014



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Termine 


15./16. September 2017

XVIII. Musikwissenschaftliches Symposium 

Tagungsort: Berlin

Thema: Schostakowitsch und die zweite Avantgarde


17. September 2017

Mitgliederversammlung 

Versammlungsort: Berlin


21. bis 24. Juni 2018

IX. Internationale Schostakowitsch Tage Gohrisch


Aufführungen von Werken Dmitri Schostakowitschs

Eine ausführliche und ständig aktualisierte Terminliste von Aufführungen der Werke Dmitri Schostakowitschs finden Sie beim Musikverlag Sikorski   




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