Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft e.V.

Dmitri Schostakowitsch, 12. September 1906   9. August 1975


Willkommen auf unserer Webseite!

Die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft beschäftigt sich mit der Pflege und Verbreitung des künstlerischen Werkes von Dmitri Schostakowitsch.

Hier finden Sie Informationen über den Komponisten und seine Musik, sowie über die Gesellschaft und ihre Aktivitäten, und Sie können auch Ihre Fragen stellen und Meinungen äußern. Bei uns finden Sie Musikspezialisten und viele Freunde, die die Zuneigung zu Schostakowitsch und seiner Musikwelt zusammengeführt hat. 

  • Wenn Sie auch Schostakowitsch und seine Musik lieben, werden Sie Mitglied! Wir freuen uns auf Sie! Sprechen Sie uns an: Info@Schostakowitsch.de. Weitere Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie hier


News 

 

Schostakowitsch Gesellschaft ehrt Krzysztof Meyer und Annette Salmon

Annette Salmon und Krzysztof Meyer. Fotos: Schiedel/Baars

In Anerkennung seiner herausragenden Verdienste um die Pflege und Verbreitung des Werkes von Dmitri Schostakowitsch hat die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft e. V. ihren langjährigen Präsidenten Krzysztof Meyer im September 2019 zu ihrem Ehrenpräsidenten ernannt. Krzysztof Meyer zählt zu den bedeutendsten polnischen Komponisten der Gegenwart, sein umfangreiches Oeuvre umfasst unter anderem neun Sinfonien und 15 Streichquartette. Er war eng mit Dmitri Schostakowitsch befreundet, seine 1985 verfasste Biografie des großen russischen Komponisten ist bis heute ein  Standardwerk der Schostakowitsch-Literatur. Von 2010 bis 2018 bekleidete Krzysztof Meyer das Amt des Präsidenten der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft. Sein Nachfolger Bernd Feuchtner überreichte ihm im Rahmen der Mitgliederversammlung am 14. September 2019 in Berlin die Ernennungsurkunde.

In der gleichen Versammlung wurde Annette Salmon zum neuen Ehrenmitglied der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft ernannt. Annette Salmon war von 2008 bis 2018 Vizepräsidentin, Geschäftsführerin und gemeinsam mit Krzysztof Meyer das Gesicht unserer Gesellschaft. Sie initiierte unter anderem unsere Webseite und unseren Facebook-Auftritt, kümmerte sich um die Weiterführung unserer Buchreihe Schostakowitsch-Studien und gemeinsam mit Gottfried Eberle um die Organisation unserer Musikwissenschaftlichen Symposien, pflegte den Kontakt zur L’Association Internationale „Dimitri Chostakovitch“ in Paris und vieles andere mehr. Die Ernennungsurkunde wird Frau Salmon zu einem späteren Zeitpunkt überreicht.      


Schostakowitsch und die beiden Avantgarden des 20. Jahrhunderts

Zweimal bekam Dmitri Schostakowitsch die Peitsche Stalins zu spüren, zweimal wurde ihm die Anwendung avantgardistischer Kompositionsmethoden und der Kontakt mit westlichen Komponisten verboten. „Formalismus“ und „Kosmopolitismus“ lautete 1936 und 1948 der Vorwurf gegen die sowjetischen Künstler. Wie Schostakowitsch darauf reagierte, mit Anpassung oder mit innerer Emigration, war lange umstritten. Die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft hat in bisher 19 Symposien der Erforschung der Musik von Dmitri Schostakowitsch gewidmet.

 Im soeben erschienenen Band 12 sind die Forschungsergebnisse der beiden Symposien, die 2015 und 2017 in Berlin stattfanden, gesammelt und sich mit den vielfältigen Bezügen zwischen Schostakowitsch und den avantgardistischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts beschäftigen. Unter der Lupe geben die Kompositionen oft erstaunliche Geheimnisse preis.

 Vladimir Gurewitsch analysiert die atonalen und dodekaphonen Elemente in der Ersten Klaviersonate und deren Nähe zu Hindemith. Adelina Yefimenko findet Parallelen zwischen den ersten Sinfonien von Schostakowitsch und des Ukrainers Boris Ljatoschinski. Gottfried Eberle zeigt den biographischen roten Faden in den „Aphorismen“ samt deren Nähe zur Todesahnung des letzten Streichquartetts. Gerhard Müller erzählt von der Verbindung der Vierten Sinfonie mit der Ermordung von Maxim Gorki. 

Bernd Feuchtner verfolgt die Entwicklung der Tanztypen von der Ironie zum Sarkasmus. Olga Dombrowskaja berichtet von dem seltsamen Fall der Lieferung absichtlich „dekadenter Avantgardemusik“ für einen Film. Brigitte Kruse untersucht das Missverständnis der Darmstädter Schule gegenüber Schostakowitsch. Johannes Schild analysiert die Verwendung von Zwölftonmusik im Früh- und im Spätwerk: Schostakowitschs Zwölftonfelder sind etwas anderes als Weberns Zwölftonreihen. Elisabeth Wilson geht Schostakowitschs Beziehung zu den italienischen Avantgardisten Maderna und Nono nach. Manuel Gervink schlägt eine Brücke von Wolfgang Rihm zu Schostakowitsch. Und vieles andere.

Schostakowitsch und die beiden Avantgarden des 20. Jahrhunderts;  Schostakowitsch-Studien, Bd. 12; herausgegeben von der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft; 248 S., 32 Euro, ISBN:  978-3-95593-105-6. Erhältlich im Buchhandel oder beim Verlag


Antiformalistischer Rajok in Dresden

Was ist die Aufgabe der Kunst im Sozialismus? Der russische Komponist Dmitri Schostakowitsch hat aus Phrasen zum Auftrag der Kunst im Kommunismus seine satirische Kantate „Antiformalistischer Rajok“ komponiert und damit beißende Kritik an der Kleingeistigkeit der damals in der Sowjetunion herrschenden restriktiven Kunstdoktrin geübt. Aus Angst vor Repression hielt er das Stück jahrzehntelang versteckt. Erst am 12. Januar 1989, fast eineinhalb Jahrzehnte nach dem Tod des Komponisten, wurde das Werk in Washington unter der Leitung von Mstislaw Rostropowitsch erstmal der Öffentlichkeit vorgestellt. Am 13. Oktober 2019 führen nun Sänger und Sängerinnen der Semperoper und des Sinfoniechors Dresden das Stück im ehemaligen Festsaal der Stasi als inszeniertes Konzert mit Texten aus dem Umfeld des Komponisten auf.

Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe „30 Jahre Friedliche Revolution“ – einer Veranstaltungsreihe der Sächsischen Staatstheater, die vom 3. bis zum 13. Oktober 2019 stattfindet. Das szenische Konzert wird von der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden in Kooperation mit der Semperoper Dresden und dem Staatsschauspiel Dresden veranstaltet.

Karten sind erhältlich in der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden. 

Bestellungen werden per E-Mail unter info@bautzner-strasse-dresden.de entgegengenommen.


Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft intensiviert Mitgliederwerbung

 Im neuen Design präsentiert sich jetzt auch der Flyer der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft. Nach der Umgestaltung unserer Webseite, unseres Facebook-Auftritts sowie unseres Vereinssignets, wurden nun auch unsere Werbe- und Informationsmaterialien optisch aufgefrischt und inhaltlich überarbeitet. Mit Hilfe des neuen Flyers wollen wir verstärkt auf die Arbeit unserer Gesellschaft aufmerksam machen und unsere Bemühungen, neue Mitglieder und Sponsoren zu gewinnen, intensivieren.


Der Flyer enthält Informationen über Ziele und Geschichte unserer Gesellschaft, über den Vorstand und die Mitgliedschaft, über Leben und Werk von Dmitri Schostakowitsch, sowie eine Postkarte, mit der Sie die Aufnahme in unsere Gesellschaft beantragen können.

Unseren Flyer im pdf-Format zum Ausdrucken finden Sie hier  



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