In den zurückliegenden Jahren hat die DeSCHoG mit höchst verschiedenster
Thematik und dem im September 2009 zu Ende gegangenen, 14 Symposien veranstaltet.
Die Symposiumsthemen, manchmal brisant, ziehen zuweilen
aus größeren Entfernungen Interessierte an.
So 1996 z.B.
Die SchoG empfand es an der Zeit, mit dem Autor der „Memoiren“
einen direkten Kontakt herzustellen und ihn zum Symposium nach Rheinsberg
einzuladen. Unsere Erwartungen waren sehr groß und eine gewisse
Nervosität erfaßte uns. Es war allgemein bekannt, daß
Solomon Wolkow als nicht ganz handbar galt und vor allem für unsere
russischen Freunde unverändert als eine umstrittene Person galt.
Wir waren gewillt, diese Begegnung trotz mancher Bedenken stattfinden
zu lassen.
Doch das Schicksal hatte offensichtlich die Hand dazwischen gehabt. Eine
Begegnung kam nicht zustande, der Autor erklärte am Abend vor seinem
geplanten Eintreffen, doch nicht nach Rheinsberg kommen zu wollen.
Über diese Wende waren die meisten Symposiumsteilnehmer sehr enttäuscht.
Auch weit angereiste Korrespondenten (Süddeutsche-Zeitung München)
waren am Kommen des weltberühmten Autors interessiert und verhehlten
nicht ihre Enttäuschung. Einige meinten, sie hätten mit einer
Absage gerechnet.
Das Symposium mit den „Memoiren“ im Mittelpunkt, nahm dennoch
einen außerordentlich interessanten und produktiven Verlauf. Es
zeichnete sich durch sein hohes Niveau aus.
Zur Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bahnte
1998/99 die SchoG eine Zusammenarbeit in Gestalt einer 15-teiligen Vortragsreihe
über Schostakowitsch an.
Alle Symposien werden je nach Thematik musikalisch und
künstlerisch durch Konzerte begleitet. Im Zusammenarbeit mit Gastensembles,
wie dem Philharmonischen Kammerchor aus Nowosibirsk, dem Donderer-Quartett
aus Berlin, dem Ukrainischen Streichquartett aus Kiew, waren das Schaffrath-Kammerorchester
Berlin und das Schmalenberg-Quartett die künstlerischen Partner dieser
Ereignisse.
Das DSCH Ensemble und seine Gäste haben das Symposium
2009 mit einem sehr umfangreichen musikalischen Programm zur großen
Freude des Rheinsberger Publikums begleitet.
So soll’s weiter gehen!
Hilmar Schmalenberg
Schönow, 10.08.2009
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