Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft e.V., Übersicht.
Die DeSchoG ist ein gemeinnützig ausgerichteter Verein mit Sitz in
Berlin, der sich mit der Pflege und Verbreitung des künstlerischen
Werkes von Dmitri Schostakowitsch sowie dessen Vermittlung an die Jugend
beschäftigt. Die DeSchoG will einen Beitrag zur Völkerverständigung
leisten und strebt nationale und internationale Kontakte an.
Die DeSCHoG wurde im Dezember 1989 gegründet. Ihre
Wurzeln reichen jedoch viel länger zurück, denn eine Vielzahl
ihrer Mitglieder zählt zu einer, der Schostakowitsch Gesellschaft
vorausgegangenen Gruppe Ostberliner Musiker, (Musik-) Wissenschaftler,
Künstler und Gleichgesinnter verschiedener Berufe, die sich als privater
Kreis bereits seit mehr als 30 Jahren trifft, um die Kunst des Dmitri
Schostakowitsch in Haus- und Kammerkonzerten, gepaart mit Gesprächen
und Ausstellungen, zu pflegen. Schon die anfänglichen privaten Treffen
waren geprägt von der staatspolitisch unabhängigen Sicht progressiver
Künstler und Wissenschaftler, die sich mit dem Schaffen und der Rezeption
der Werke Schostakowitschs auseinandersetzten. Gern luden sie dafür
auch russische Komponisten, wie z.B. Boris Tischtschenko, Karen Chatschaturjan
ein, die von eigenen Begegnungen mit Schostakowitsch berichten konnten.
Der Niedergang der DDR machte es möglich, daß aus der Initiative
Ost in Gemeinsamkeit mit Gleichgesinnten aus ehemals West die “Schostakowitsch
Gesellschaft” gegründet werden konnte.
Das Anliegen der Schostakowitsch Gesellschaft besteht
darin, das durch den Stalinismus verursachte Zerrbild Schostakowitschs
zu korrigieren und sich auch mit dem Bild westlicher Auffassungen zu dem
Werk des Komponisten kritisch auseinanderzusetzen. Das besondere Augenmerk
der Deutschen Schostakowitsch Gesellschaft liegt gegenwärtig in ihrem
Anliegen, für die Aufarbeitung des Teiles der Rezeptionsgeschichte
zu sorgen, der seine Herkunft aus der ehemaligen DDR herleitet. Dazu bemüht
sich die Schostakowitsch Gesellschaft mit seit 1992 zweijährlich
stattfindenden musikwissenschaftlichen Symposien, einen möglichst
umfassenden Blick auf das Leben und Schaffen Dmitri Schostakowitschs zu
richten. Wesentlich für die Tätigkeit der Schostakowitsch Gesellschaft
ist dabei auch die Pflege langjähriger Kontakte zu ausländischen
Künstlern und Schostakowitsch-Biographen, wie z.B. zu dem Maler und
Freund Schostakowitschs Gabriel Glikman (†), Sofia M. Chentowa (†),
dem Schostakowitsch Archiv in Paris sowie anderen internationalen Schostakowitsch
Gesellschaften.
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